Die Martinus-Schule im Überblick

Informationen rund um das Aufnahmeverfahren, das Schulleben und die Kinder

Schulform

Förderschule Sprache

Sonderpädagogische Förderung bezieht sich auf alle Lern-und Entwicklungsstörungen.

Die Förderschule Sprache fördert Schülerinnen und Schüler, die in der Sprachentwicklung, der Sprachverarbeitung und im Sprachgebrauch sonderpädagogischen Unterstüzungsbedarf benötigen.

Eltern können einen Antrag zur Eröffung eines Verfahrens zur Feststellung des sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfes AO-SF stellen.

Über den sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf entscheidet die Schulaufsicht.

Bei festgestelltem Unterstützungsbedarf können die Eltern als Förderort für ihr Kind die von Schulaufsicht benannte  Regelschule im gemeinsamen Lernen  oder  Förderschule wählen.

Schülerinnen und Schüler der Förderschule Sprache weisen immer vorrangig den Förderschwerpunkt Sprache auf.

Sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf und Förderort werden jählich von der Schule überprüft.

Bei Bedarf wir der Förderort durch die Schulaufsicht neu festgelegt.

 

Unterricht

Wie wird in der Martinus-Schule gearbeitet?

Wie alles begann

Seit 1975 bestehen die Schulen für Sprachbehinderte des Kreises Aachen. Zunächst gab es nur eine Schule mit dem Standort Eschweiler-Kinzweiler. Daraus entwickelten sich zwei selbständige Schulen: die Martinus-Schule in Baesweiler und die Erich Kästner-Schule in Eschweiler-Stich.

Wer geht zur Martinus-Schule?

Die Martinus-Schule fördert Kinder im Primarbereich (Grundschule), deren Sprache hochgradig gestört und deren Kommunikationsverhalten so bedeutsam beeinträchtigt ist, dass sie[ sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf benötigen.

Welche Ziele hat die Schule?

Über die Aufgaben der allgemeinen Schule hinaus hat die Förderschule Sprache den Auftrag, Schülern durch den Aufbau eines altersgemäßen Sprachverhaltens sowie eines tragfähigen Lern- und Sozialverhaltens eine erfolgreiche schulische Entwicklung zu ermöglichen. Für den größeren Teil unserer Schüler ist die Schule „Durchgangsschule“. Ein Wechsel- mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf oder aufgehobenem Unterstützungsbedarf - in die Regelschule kann nach Antrag und Genehmigung bei der Schulaufsicht erfolgen.

Wie wird in der Martinus-Schule gearbeitet?

Die Schule arbeitet nach den Richtlinien der Grundschule. Die Schuleingangsphase kann je nach Lern- und Entwicklungsstand zwei oder drei Jahre lang sein. Danach folgen die Klassen 3 und 4.
Art und Auswirkung des jeweiligen Sprachentwickungsstandes verlangen eine sorgfältige Auswahl der Unterrichtsinhalte unter sonderpädagogischen Aspekten. In allen Unterrichtsfächern steht die Sprachförderung im Vordergrund.
Die Sprachtherapie setzt eine umfassende sonderpädagogische Diagnose voraus. Neben der sprachtherapeutischen Förderung im Klassenverband ist zumeist zusätzlich Einzel- bzw. Gruppenbehandlung erforderlich.

Wichtige Aspekte sind hierbei:

  • Lernen mit allen Sinnen
  • Erweitern der sprachlichen Fähigkeiten in gezielt ausgewählten handlungsorientierten Situationen
  • Unterstützung der Sprachtherapie durch Musik und Rhythmik
  • Vielfältige psychomotorisch orientierte Bewegungsangebote am Schulvormittag sowie Übungen zur sensorischen Integration
  • Ergotherapie
  • Wahrnehmungsförderung
  • Einsatz der neuen Medien und Entwicklung der Medienkompetenz bei der Arbeit am Computer

Wann verlässt man die Martinus-Schule?

Jährlich wird der sonderpädagogische Förderbedarf unserer Schüler überprüft. Kinder, die nur noch geringen oder keinen sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf mehr aufweisen, wechseln in die Grundschule ihres Wohnbereiches.

Wischen Sie nach links, um den vollständigen Stundenplan zu sehen.

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Unterricht
Stunden Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
1. Stunde8:30 - 9:15
2. Stunde9:15 - 10:00
Pause10:00 - 10:30
3. Stunde10:30 - 11:15 S1-S2
Unterrichtsende um 11.15 Uhr
4. Stunde11:15 - 12:00 S1-S2
Unterrichtsende um 12.00 Uhr
Pause12:00 - 12:15
5. Stunde12:15 - 13:00 Für alle Klassen
Unterrichtsende um 13.00 Uhr
Für alle Klassen
Unterrichtende um 13.00 Uhr
Für alle Klassen
Unterrichtende um 13.00 Uhr
S3 bis 4. Klasse
Unterrichtsende um 13.00 Uhr
6. Stunde13:00 - 13:45 S3-S4
Unterrichtsende um 13:45 Uhr

Unsere Schulkinder

Die Martinus-Schule fördert Kinder im Primarbereich (Grundschule) mit erheblichen Sprachentwicklungsverzögerungen.

Neben den Sprachentwicklungsstörungen zeigen unsere Schüler teilweise auch:
- Wahrnehmungsstörungen
- Motorische Entwicklungsverzögerung
- Konzentrationsstörungen, leichte Ablenkbarkeit
- Probleme im sozial-emotionalen Bereich

Was bedeutet Sprachentwicklungsverzögerung?
Mit vier bis fünf Jahren sollte die Sprachentwicklung weitgehend abgeschlossen sein. Das Kind sollte in einfachen Sätzen, gut verständlich sprechen und Anweisungen verstehen.

Schulsozialarbeit

Mein Name ist Christine Rohl und ich bin seit dem 01. Oktober 2017 die neue Sozialarbeiterin an der Martinus-Schule.

Als Schulsozialarbeiterin unterstützte und berate ich Schüler und Eltern bei familiären, schulischen und persönlichen Schwierigkeiten.

Zu meinen Aufgaben gehören unter anderem:

  • Einzel- und Gruppenangebote, wie zum Beispiel das Sozialtraining
  • Ansprechpartner für Konflikte in der Schule und Zuhause
  • Streitschlichtung
  • Einmal in der Woche unterstütze ich die Schüler in der OGS Farbklecks bei den Hausaufgaben und führe ein Gruppenangebot durch

Für Sie, die Eltern biete ich zum Beispiel:

  • Beratung in Erziehungsfragen
  • Informationen und Beratung bei der Antragsstellung im Rahmen des Bildungs- und Teilhabegesetzes (BuT), z.B. bei Klassenfahrten oder dem Mittagessen
  • Vermittlung zu und Zusammenarbeit mit Beratungsstellen

Sie erreichen mich in der Regel montags bis donnerstags von 8:45 Uhr – ca. 13 Uhr in der Martinus-Schule. Gerne können wir einen persönlichen Gesprächstermin vereinbaren. Auch Hausbesuche sind nach Absprache möglich.

Tel. 02401/6072-13

E-Mail: christine.rohl@sprungbrett-aachen.de

In dringenden Fällen können Sie im Sekretariat bei Frau Schubert unter 02401/6072-0 eine Nachricht für mich hinterlassen.

Ausbildungsort

Die Ausbildung an unserer Schule

Nach der Neuordnung des Lehrerausbildungsgesetzes in NRW (2009) wurde der Praxisanteil im Lehramtsstudium deutlich erhöht. Ziel ist eine engere Verbindung von Theorie und Praxis.

Alle Lehramtsstudenten müssen folgende Praxiselemente absolvieren, für die jeweils auch die Martinus-Schule Plätze zur Verfügung stellt:

Möglichst vor Aufnahme des Lehramtsstudiums:

Eignungspraktikum   Dauer: mindestens 20 Tage

Im ersten Teil des Studiengangs (Bachelorstudium) :

Orientierungspraktikum Dauer: mindestens ein Monat  

Berufsfeldpraktikum Dauer: mindestens 4 Wochen

 

Im zweiten Teil des Studiengangs (Masterstudium) in Zusammenarbeit mit der Universität Köln und dem Zentrum für Lehrerausbildung Jülich:

Praxissemester     Dauer: 5 Monate bei 240 Stunden Anwesenheit an der Schule

Darüber hinaus stellt die Martinus-Schule – mit dem offenen Ganztag -weitere Praktikumsplätze bereit:

in Zusammenarbeit mit der Hochschule Heerlen für Studierende der Logopädie,

für Sozialpraktika von Schulen

für Schülerinnen und Schüler von Berufsbildenden Schulen

Alle Bewerbungen werden grundsätzlich schriftlich mit Lebenslauf bei der Schulleitung eingereicht. Dies gilt auch für Praktikanten der OGS.

Förderschwerpunkt Sprache

Gezielte Sprachtherapie & fundierte unterrichtsimmanente Sprachförderung

Die Martinus-Schule fördert Kinder, die einen festgestellten Förderbedarf im Förderschwerpunkt Sprache haben. Es können Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen auftreten.

1. Sprachentwicklungsstörungen

Bei den meisten betroffenen Kindern ist die Sprachentwicklung nachhaltig auf verschiedenen Ebenen gestört. Dies kann sowohl beim aktiven Sprechen (Sprachproduktion) als auch beim Verstehen (Sprachverständnis) der Fall sein. Die Ursachen von Sprachentwicklungsstörungen sind komplex und gegenseitiger Beeinflussung unterworfen. Eine allgemeingültige Ursache gibt es demnach nicht, denn das Störungsbild eines jeden Kindes ist individuell verschieden.

Mit vier bis fünf Jahren sollte die Sprachentwicklung weitgehend abgeschlossen sein. Das Kind sollte in einfachen Sätzen gut verständlich sprechen und Anweisungen verstehen. Eine Störung der Sprachentwicklung kann folgendermaßen aussehen:

  • Artikulation/Aussprache:
    • viele Wörter werden  falsch, undeutlich oder unvollständig ausgesprochen
    • es werden Laute verwechselt, ausgelassen oder falsch gebildet
    • lange Wörter werden vereinfacht
  • Grammatik/ Satzbau und Wortschatz
    • Sätze werden nicht richtig gebildet
    • passende Wörter zum Bilden von Sätzen fehlen
    • Wörter und Anweisungen werden nicht richtig verstanden, da der Wortschatz gering ist
  • Kommunikation:
    • Erzählungen und Schilderungen sind nicht vollständig oder unverständlich
    • Verhaltensweisen in der Kommunikation sind unangemessen (z.B. fehlender Blickkontakt, wenig Sprechfreude)

2. Sprechstörung:

  • Stottern: Stottern ist eine Redeflussstörung, das flüssige Sprechen wird unterbrochen oder unmöglich gemacht
  • Die Kinder sprechen überhastet und gehemmt
  • Mutismus: Das Kind verweigert das Sprechen mit einzelnen Personen oder völlig

3. Besondere Formen von Sprachstörungen wie Näseln, organische Veränderungen der Sprachorgane oder Stimmstörungen können auftreten.

Alle Sprachauffälligkeiten können kombiniert oder einzeln auftreten.

Neben den Sprachentwicklungsstörungen zeigen unsere Schüler teilweise auch:

  • Wahrnehmungsstörungen
  • Motorische Entwicklungsverzögerungen
  • Konzentrationsstörungen, leichte Ablenkbarkeit
  • Probleme im sozial-emotionalen Bereich

Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen sind in ihrem Erscheinungsbild sehr vielfältig und können sowohl Auswirkungen auf das Lern- und Leistungsverhalten ,z.B. im Bereich des Schriftspracherwerbs, als auch auf die Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes haben.

Die Martinus-Schule trägt dieser Problematik einerseits durch gezielte Sprachtherapie und andererseits durch eine fundierte unterrichtsimmanente Sprachförderung Rechnung.

Aufnahmeverfahren

Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs (AO-SF) / Gemeinsames Lernen (GL)

Ergeben sich zu Beginn der Schulpflicht oder während des Besuchs der allgemeinen Schule für die Erziehungsberechtigten oder die Schule Anhaltspunkte dafür, dass eine Schülerin oder ein Schüler nur mit sonderpädagogischer Unterstützung im Unterricht hinreichend gefördert werden kann, so ist ein „Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs und zur Entscheidung über den schulischen Förderort“ durchzuführen.

Im Rahmen dieses Verfahrens haben die Erziehungsberechtigten die Möglichkeit, sich jederzeit mit den am Verfahren beteiligten Personen zu besprechen. In allen Schulen liegt Informationsmaterial über das Verfahren vor.

Die sonderpädagogische Förderung einer Schülerin oder eines Schülers bedeutet keine Stigmatisierung. So kann bei einigen Förderschwerpunkten der Hauptschulabschluss auch an einer Förderschule erworben werden, wobei dies aus dem Zeugnis selbst nicht hervorgeht.

Zu beachten ist ebenfalls, dass die jeweilige Schule jährlich zu überprüfen hat, ob der festgestellte sonderpädagogische Förderbedarf auch weiterhin noch besteht und ob ggf. der Besuch einer anderen Schule angebracht ist.

Weitere Informationen und Anträge zum AO-SF finden Sie hier (Link zur Seite der Städteregion Aachen).

Hospitation

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